Bild folgtKI-generierte IllustrationReseda lutea
Auch bekannt als: Gelber Wau, Gelbe Rauke, Gelbe Reseda, Reseda lutea
68
Arten
interagieren
271
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Gelbe Resede (Reseda lutea) durch ihre aufrechten, blassgelben Blütenkerzen und die schmalen, fiederschnittigen (tief gelappten) Blätter auf. In deinem Naturgarten ist sie eine wertvolle Bereicherung, da sie über viele Monate hinweg eine zuverlässige Nahrungsquelle bietet. Besonders der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzt sie als wichtige Raupenfutterpflanze, während die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) den Pollen für ihren Nachwuchs sammelt. Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Platz frei hast, machst du mit dieser unkomplizierten Art alles richtig. Hol dir dieses Stück heimische Vielfalt direkt vor die Terrassentür.
Sonnige Ausdauer: Vier Monate Blütenpracht für Wildbienen und Falter.
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Mit einer Blütezeit von Mai bis August schließt die Gelbe Resede wichtige Versorgungslücken im Sommer. Sie ist die exklusive Kinderstube für die Raupen des Kleinen Kohlweißlings (Pieris rapae). An den Blüten herrscht reger Betrieb: Du kannst hier die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) beobachten. Auch räuberische Nützlinge wie der Sechsbindige Bienenwolf (Philanthus triangulum) besuchen die Pflanze. Sogar spezialisierte Kuckucksbienen wie Panzers Wespenbiene (Nomada panzeri) finden sich ein, was für ein stabiles ökologisches Gefüge in deinem Garten spricht.
Die Gelbe Resede gilt als nicht kindersicher. Du solltest sie daher so pflanzen, dass kleine Kinder nicht in Versuchung geraten, Pflanzenteile in den Mund zu nehmen. Eine Verwechslung mit stark giftigen heimischen Arten ist aufgrund der markanten Blütenform und der fiederschnittigen Blätter für aufmerksame Gärtner nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.39 m
Die Gelbe Resede ist eine dankbare Bewohnerin für sonnige Standorte.
Standort: Wähle einen Platz in voller Sonne.
Boden: Sie ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) und kommt mit normalem, eher trockenem Gartenboden bestens zurecht.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich; lässt du die Stängel über den Winter stehen, biestest du Insekten ein Quartier.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich an zusagenden Stellen moderat selbst.
Kombination: Eine ideale Nachbarin ist der Natternkopf (Echium vulgare). Beide teilen die Vorliebe für trockene, sonnige Plätze und ergänzen sich hervorragend in ihrem ökologischen Wert für spezialisierte Insekten.
Die Gelbe Resede gehört zur Familie der Resedagewächse (Resedaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigene Art besiedelt sie bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und Wegränder. Sie wächst zwei- bis mehrjährig und erreicht Wuchshöhen von bis zu 60 Zentimetern. Charakteristisch ist ihre Pfahlwurzel, die eine Lebensgemeinschaft mit AM-Mykorrhiza (bestimmte Bodenpilze, die den Stoffaustausch fördern) eingeht.
3 Videos zu Gelbe Resede



61 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →