Bild folgtKI-generierte IllustrationGeranium robertianum
Auch bekannt als: Gewöhnlicher Stink-Storchschnabel, Stinkstorchschnabel, Ruprechtskraut, Stinkender Storchschnabel, Ruprechts-Storchschnabel
Artengruppe
101
Arten
interagieren
211
Interaktionen
dokumentiert
Stinkender Storchschnabel (Geranium robertianum) verrät sich durch den intensiven, fast harzigen Geruch seiner zerriebenen Blätter und die kleinen, zartrosa Blüten mit hellen Streifen. Diese Pflanze ist ein unermüdlicher Bodenbesiedler für schattige Gartenbereiche, der selbst dort noch gedeiht, wo andere Arten aufgeben. Für die Tierwelt ist er wertvoll, da er spezialisierten Wildbienen wie der Zweifarbigen Sandbiene (Andrena bicolor) oder der Rotpelzigen Sandbiene (Andrena fulva) eine zuverlässige Energiequelle bietet. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die Lücken im Schatten schließt und dabei ökologisch wertvoll ist, liegst du mit ihm genau richtig.
Der Schattenkönig mit Charakter: Nektarquelle für Sandbienen von Mai bis September.
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Mit einer Nektarmenge von etwa 0,46 Mikrolitern pro Blüte bietet die Pflanze eine solide Tankstelle für Wildbienen. Da die Kronröhre (der untere Teil der Blüte) 3,17 Millimeter tief ist, können vor allem Insekten mit passenden Mundwerkzeugen wie die Zweifarbige Sandbiene (Andrena bicolor) oder die Blauschwarze Sandbiene (Andrena cineraria) den Nektar erreichen. Auch die Gelbbindige Sandbiene (Andrena flavipes) und die Rotpelzige Sandbiene (Andrena fulva) zählen nach aktuellen Bestäubungsdaten zu den regelmäßigen Gästen. Die Pollenmasse von etwa 0,04 Milligramm pro Blüte unterstützt zudem die Aufzucht der Brut dieser Arten.
Die Pflanze gilt laut Datenbank nicht als kindersicher, weshalb Kleinkinder die Pflanze nicht verzehren sollten. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit giftigen heimischen Arten besteht bei genauer Betrachtung der Blütenform und des typischen Geruchs nicht. Der Stinkende Storchschnabel ist eine völlig heimische und ökologisch integrierte Art unserer Region.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.28 m
Kronröhre
3.17 mm
Nektar
0.4633 µl/Blüte
Pollen
0.0437 mg/Blüte
Der ideale Standort liegt im Schatten oder Halbschatten auf frischen, also mäßig feuchten Böden.
Er gilt als Starkzehrer (benötigt nährstoffreichen/fetten Boden), weshalb eine gelegentliche Gabe von Kompost im Frühjahr sinnvoll ist.
Die Pflanzzeit liegt idealerweise zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Da die Art meist ein- oder zweijährig wächst, erhält sie sich im Garten durch Selbstaussaat, was du durch Stehenlassen der verblühten Triebe fördern kannst.
Er bevorzugt Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie man sie oft an Nordwänden oder unter Sträuchern findet.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber die Bildung neuer Blüten im Spätsommer anregen.
Gute Partnerin: Wald-Erdbeere (Fragaria vesca).
Beide teilen die Vorliebe für frische Schattenplätze und bilden gemeinsam einen dichten, ökologisch wertvollen Bodenteppich.
Der Stinkende Storchschnabel (Geranium robertianum) gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Er besiedelt als typischer Wald- und Saumbewohner vor allem schattige, nährstoffreiche Standorte auf frischen Böden. Die Pflanze ist ein Archäophyt (eine Art, die bereits vor 1492 ohne menschliches Zutun oder durch frühen Handel einwanderte). Auffällig sind seine tief fiederteiligen Blätter, die sich im Herbst oft leuchtend rot verfärben, sowie die charakteristischen, lang geschnäbelten Früchte.
75 Arten interagieren mit dieser Pflanze
26 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloRes_2022
•FloRes Database — Takkis et al. (2018), DOI: 10.1371/journal.pone.0202501 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →