Bild folgtKI-generierte IllustrationHelianthus annuus
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Arten
An ihren tellergroßen, leuchtend gelben Blütenköpfen lässt sich die Sonnenblume (Helianthus annuus) sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt sie im Spätsommer die Rolle einer ökologischen Tankstelle, die besonders für spezialisierte Insekten unverzichtbar ist. Von ihrem Nektarangebot profitieren unter anderem der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). Auch Vögel finden hier im Herbst eine energiereiche Nahrungsquelle durch die ölhaltigen Kerne. Wenn du den Tieren etwas Gutes tun willst, lass die verblühten Köpfe im Winter unbedingt stehen. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück lebendiger Natur direkt an die Terrasse.
Gelber Gigant: 2.03 Meter Lebensraum für Scheckenfalter und Furchenbienen.
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Die Sonnenblume ist ein Magnet für eine Vielzahl von Bestäubern. Unter den Schmetterlingen besuchen besonders der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Wegerich-Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) die großen Blütenkörbe. Auch die Rotbeinige Furchenbiene nutzt das reiche Pollenangebot intensiv. Für die Raupen der Baumwoll-Sonneneule (Helicoverpa armigera) dient die Pflanze zudem als wichtige Futterquelle. Im Spätherbst verwandeln sich die Blüten in Energiebomben: Die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) wiegen etwa 37,83 mg und locken Vögel sowie Kleinsäuger wie das Eichhörnchen an, welche die Samen für den Winter nutzen.
Hinweis zur Gartensicherheit: Die Sonnenblume wird als nicht kindersicher eingestuft. Die groben Borsten an Stängeln und Blättern können bei empfindlicher Haut Kontaktallergien auslösen, zudem besteht bei den Kernen ein Verschluckungsrisiko für Kleinkinder.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Aug – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.029 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Nektar
24.6837 µl/Blüte
Pollen
20.885 mg/Blüte
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8), an dem die Pflanze mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne bekommt.
Boden: Als Starkzehrer (Ellenberg Nährstoff 7) benötigt sie einen sehr nährstoffreichen, humosen Boden; arbeite vor der Pflanzung reichlich Kompost ein.
Wasserbedarf: Halte die Erde stets frisch (Ellenberg Feuchte 5) und vermeide Austrocknung, besonders während der rasanten Wachstumsphase.
Pflanzzeit: April bis Mai, sobald keine starken Nachtfröste mehr drohen.
Wuchshöhe: Plane ausreichend Platz ein, da die Pflanze eine Höhe von exakt 2.03 m erreicht.
Stabilisierung: Aufgrund der beachtlichen Höhe solltest du den Stängel bei windigen Lagen an einem Holzstab fixieren.
Vermehrung: Die schweren Samen fallen im Herbst zu Boden (Kurzdistanz-Ausbreitung) oder werden von Tieren verschleppt.
Pflanzpartner: Eine ideale Nachbarin ist die Rainfarn-Phacelia (Phacelia tanacetifolia) oder der Rainfarn (Tanacetum vulgare) – beide lieben nährstoffreiche Böden und ergänzen das Buffet für Bestäuber perfekt.
Die Sonnenblume gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest etabliert. Als typische krautige, nicht verholzte Pflanze besiedelt sie in der Natur gerne Ruderalstandorte (vom Menschen beeinflusste, nährstoffreiche Rohbodenflächen). Auffällig ist ihre enorme Blattfläche von über 10.000 Quadratmillimetern pro Blatt, die für eine hohe Photosyntheseleistung sorgt. Trotz ihrer Größe ist sie einjährig und schließt ihren Lebenszyklus innerhalb eines Sommers ab. Ihr Wurzelwerk bildet eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen) aus, was ihr hilft, Nährstoffe effizient aus dem Boden zu ziehen.
2 Videos zu Sonnenblume


69 Arten interagieren mit dieser Pflanze
8 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
25 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →