Bild folgtKI-generierte IllustrationOenanthe crocata
Auch bekannt als: Giftige Rebendolde, Safranwasserfenchel
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Arten
interagieren
134
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Safran-Rebendolde (Oenanthe crocata) durch ihre imposanten, weißen Blütendolden und die kräftigen, farnartigen Blätter auf, die fast wie glatte Petersilie aussehen. In deinem Garten ist diese seltene Schönheit ein echter Naturschutz-Beitrag, da sie auf der Roten Liste R (extrem seltene Arten mit geografischer Restriktion) steht. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie ein Magnet für die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und bietet dem Kleinen Fuchs (Aglais urticae) wertvollen Nektar. Da sie feuchte Standorte liebt, ist sie ideal für deinen Teichrand oder eine feuchte Wiese geeignet. Mit dieser Pflanze schaffst du ein wertvolles Refugium für bedrohte Insekten und bereicherst deine grüne Oase um eine botanische Rarität.
Botanische Rarität: Ein Rettungsanker für die seltene Aschgraue Sandbiene.
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Die Safran-Rebendolde ist eine erstklassige Insektenweide. Besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) nutzen die flachen Dolden zur effizienten Nektaraufnahme. Auch Käfergruppen wie die Punktkäfer sind häufige Gäste auf den weiten Blütenflächen. Für Schmetterlinge wie den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) stellt die Pflanze eine wichtige Energiequelle dar. Da die Art als extrem selten gilt, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen direkten Beitrag zum Erhalt einer gefährdeten Wildpflanze in der regionalen Flora.
Achtung: Die Safran-Rebendolde ist nicht kindersicher und in allen Teilen hochgiftig. Es besteht eine gefährliche Verwechslungsgefahr mit essbaren Wurzeln wie der Pastinak (Pastinaca sativa) oder dem wilden Sellerie. Die Pflanze enthält starke Gifte, weshalb beim Umgang im Garten Vorsicht geboten ist und der Kontakt mit Kindern oder Haustieren vermieden werden sollte.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.91 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre charakteristische Größe erreicht.
Feuchtigkeit: Sie benötigt einen feuchten Standort; eine Platzierung am Teichrand oder in einer Sumpfzone ist ideal.
Boden: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normalem Gartenboden gut zurecht, solange dieser nicht austrocknet.
Pflanzzeit: Setze die Staude idealerweise von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, sofern der Boden offen ist.
Mykorrhiza: Sie geht eine Symbiose mit AM (Arbuskuläre Mykorrhiza – nützliche Bodenpilze) ein, was die Pflanzengesundheit stärkt.
Pflege: Lasse die verblühten Stängel über den Winter stehen, um Insekten als Quartier zu dienen.
Vermehrung: Die Pflanze erhält sich am passenden Standort oft von selbst durch Selbstaussaat.
Kombination: Eine hervorragende Partnerin ist die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) – beide teilen die Liebe zu nassen Füßen und bieten gemeinsam eine lange Blütenspanne für Insekten.
Die Safran-Rebendolde (Oenanthe crocata) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie ist in Deutschland als indigen (einheimisch) eingestuft und gilt zudem als Archäophyt (Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch war). Typisch für diese Art sind die rübenartig verdickten Wurzeln, die bei Verletzung einen gelblichen Saft abgeben. In der Natur findet man sie bevorzugt in feuchten, sonnigen Lebensräumen, oft in der Nähe von Fließgewässern oder in Sumpfzonen.
52 Arten interagieren mit dieser Pflanze
42 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →