
Stachys sylvatica
Auch bekannt als: epiaire des bois
73
Arten
interagieren
150
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die dunkelroten bis purpurnen Lippenblüten mit ihrer feinen weißen Zeichnung und die herzförmigen, weich behaarten Blätter, die beim Zerreiben einen strengen, würzigen Duft verströmen. Du erkennst den Wald-Ziest zudem an seinem aufrechten Wuchs in schattigen Gartenbereichen. Er ist eine wertvolle Bereicherung für den Naturgarten, da er spezialisierten Insekten wie der Dunkelgrünen Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) und Blattwespen (Tenthredo mesomela) als wichtige Nahrungsquelle dient. Wenn du eine feuchte, schattige Ecke hast, in der sonst kaum etwas blüht, ist dieser robuste Wildstau-Klassiker genau die richtige Wahl für dich.
Purpurner Schattenkönig: Die verlässliche Sommertankstelle für Schmalbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Wald-Ziest eine unverzichtbare Futterpflanze für die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) und die Blattwespe (Tenthredo mesomela). Auch Nachtfalter wie die Hausmutter (Noctua pronuba) und der Buchen-Blattspanner (Epirrita dilutata) nutzen die Pflanze als Lebensraum oder Nahrungsquelle. Da er von Juni bis September blüht, füllt er eine kritische Lücke im Hochsommer, wenn viele andere Schattenpflanzen bereits verblüht sind. Sogar die Rötelmaus (Myodes glareolus) findet in den dichten Beständen Nahrung und Schutz. Die Samenreife im Spätsommer bietet zudem eine wichtige Ressource für die heimische Fauna vor dem Winter.
Der Wald-Ziest ist laut Datenbank nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, können die Inhaltsstoffe bei Kindern zu Unwohlsein führen. Eine Verwechslung mit giftigen Arten ist aufgrund des markanten Geruchs und der spezifischen Lippenblüten im Gartenkontext unwahrscheinlich.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.58 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Kronröhre
9 mm
Nektar
1.4646 µl/Blüte
Pollen
0.8 mg/Blüte
Wähle für den Wald-Ziest einen schattigen Standort im Garten aus.
Der Boden sollte ein Starkzehrer-Standort sein, was bedeutet, dass die Erde sehr nährstoffreich und humos sein muss.
Achte auf eine frische Bodenfeuchte; die Erde sollte also mäßig feucht bleiben und nie ganz austrocknen.
Pflanzen kannst du ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Die Pflege ist unkompliziert, da die Pflanze an ihren natürlichen Standorten kaum Aufmerksamkeit benötigt.
Eine Vermehrung erfolgt im Garten meist von selbst durch Versamung oder über die kriechenden Ausläufer.
Lasse die verblühten Stängel über den Winter stehen, um kleinen Tieren Schutz zu bieten.
Im Frühjahr kannst du die alten Triebe vorsichtig entfernen, bevor der Neuaustrieb beginnt.
Als ideale Begleitpflanze empfehle ich dir die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata).
Diese Kombination ist ökologisch wertvoll, da beide Arten ähnliche Ansprüche an Schatten und Nährstoffe teilen und einen natürlichen Waldrand-Charakter erzeugen.
Der Wald-Ziest (Stachys sylvatica) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt natürlicherweise schattige Laubwälder sowie nährstoffreiche Waldränder. Du erkennst die Art an ihrem vierkantigen Stängel und den kreuzgegenständig angeordneten Blättern, wobei jedes Blattpaar um 90 Grad zum nächsten versetzt ist. Als Indigen (ursprünglich heimische Art) ist er perfekt an unser mitteleuropäisches Klima angepasst und bildet durch Ausläufer mit der Zeit dichte Bestände.
2 Videos zu Wald-Ziest


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51 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
18 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © ©Lars Johansson / Adobe Stock / AdobeStock_504932286
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →