Bild folgtKI-generierte IllustrationPastinaca sativa subsp. urens
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
98
Arten
interagieren
130
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren leuchtend gelben Doldenblüten fällt die Brenn-Pastinak sofort auf. Als Wildform unserer Gartenpastinake ist sie eine unverzichtbare Bereicherung für naturnahe Gärten, da sie gezielt spezialisierte Insekten unterstützt. Besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) finden hier reichlich Nahrung. Wenn du auf der Suche nach einer robusten Pflanze bist, die ökologische Lücken schließt und wenig Ansprüche stellt, liegst du mit ihr genau richtig. Du förderst damit aktiv die Artenvielfalt deiner Nachbarschaft, ohne viel Aufwand betreiben zu müssen.
Goldgelbe Dolden auf 0,57 m: Ein Magnet für die Aschgraue Sandbiene.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Veränderlicher Marienkäfer
Hippodamia variegata
Asiatischer Marienkäfer
Harmonia axyridis
Siebenpunkt-Marienkäfer
Coccinella septempunctata
Datengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
Die ökologische Bedeutung dieser Pflanze ist beachtlich, da sie als wichtige Futterquelle für verschiedene Wildbienen dient. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen insbesondere die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) die offenen Dolden. Auch die Blattwespe Tenthredo mesomela findet sich regelmäßig ein. Durch die Windausbreitung ihrer 3.4013 mg leichten Samen besiedelt sie ökologische Nischen im Garten ganz von selbst. Die großen Blattflächen von über 13.000 mm² bieten zudem kleinen räuberischen Insekten wie Spinnen oder Laufkäfern einen geschützten Lebensraum unter dem Blattwerk.
Die Brenn-Pastinak ist ausdrücklich nicht als kindersicher eingestuft. Der Kontakt mit dem Pflanzensaft kann in Verbindung mit Sonnenlicht zu schmerzhaften Hautreizungen führen. Bei versehentlichem Hautkontakt oder Verzehr sollte umgehend der Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 kontaktiert werden. Trage bei Gartenarbeiten vorsorglich lange Kleidung und Handschuhe.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.571 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle unbedingt einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 7), damit sie kräftig blüht.
Boden: Ein normaler Gartenboden als Mittelzehrer (Boden mit durchschnittlichem Nährstoffgehalt) ist ideal.
Feuchtigkeit: Der Platz sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Reaktion: Sie liebt kalkhaltige oder basische (einen hohen pH-Wert aufweisende) Böden.
Pflanzzeit: Setze sie am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Wuchs: Plane genau 0.57 m Höhe ein, sie eignet sich daher gut für den vorderen oder mittleren Beetbereich.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig; die Samenstände bieten im Winter einen wertvollen Strukturwert.
Sicherheit: Trage bei der Pflege Handschuhe, da sie nicht als kindersicher eingestuft ist.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) — sie hat ähnliche Ansprüche an Sonne und Boden und ergänzt die gelbe Blüte perfekt.
Die Brenn-Pastinak (Pastinaca sativa subsp. urens) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und gilt in Deutschland und der Schweiz als etablierter Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde). In der Natur findet man sie oft an sonnigen Wegrändern oder auf Schuttflächen. Auffällig ist ihre krautige, nicht verholzte Struktur mit einer präzisen Wuchshöhe von 0.57 m. Ihre Blätter sind breitblättrig gefiedert und die leichten Samen werden begünstigt durch ihr geringes Gewicht von etwa 3.4 mg effizient durch den Wind verbreitet.
3 Videos zu Brenn-Pastinak



60 Arten interagieren mit dieser Pflanze
36 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →