Bild folgtKI-generierte IllustrationPrunus domestica subsp. domestica
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
131
Arten
interagieren
155
Interaktionen
dokumentiert
11
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren im Frühjahr schneeweißen Blütenwolken und der dunklen, glatten Rinde lässt sich die Zwetschge sofort erkennen. Als wertvolles Gehölz bereichert sie den Naturgarten nicht nur kulinarisch, sondern bietet auch früh im Jahr wichtige Nahrung für die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta). Mit einer Wuchshöhe von 6,0 m passt sie wunderbar in viele Gärten. Ob als Schattenspender oder Obstlieferant – du tust mit diesem Baum sowohl dir als auch der lokalen Tierwelt etwas Gutes. Mit ihrer frühen Blüte ist sie eine verlässliche Anlaufstelle für hungrige Insekten nach dem Winter.
Blütenpracht für Mauerbienen und süße Ernte auf genau 6,0 Metern Höhe.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Zwetschge eine zentrale Kraftquelle im Frühling. Besonders die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) und die Atlantische Sandbiene (Andrena haemorrhoa) fliegen die Blüten intensiv an. Auch die räuberische Wiesen-Wespenbiene (Nomada lathburiana) lässt sich hier beobachten. Im Spätsommer wandelt sich der Nutzen: Die Früchte dienen als wichtige Nahrung für Vögel wie die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus). Da die schweren Samen meist über Tiere verbreitet werden, fördert der Baum die natürliche Dynamik in deiner Umgebung.
Die Blätter und Samen (Steine) sind giftig, da sie blausäurehaltige Verbindungen wie Amygdalin und Prunasin enthalten. Eine Vergiftung kann durch die Einnahme erfolgen. Im Falle eines Unfalls kontaktieren Sie bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
4.707 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Nektar
2.0052 µl/Blüte
Pollen
0.9 mg/Blüte
Wähle einen Platz im Halbschatten oder in der Sonne (Lichtzahl 6).
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein (Feuchtezahl 4), vermeide jedoch Staunässe.
Als Mittelzehrer benötigt sie normalen Gartenboden; eine Gabe Kompost im Frühjahr reicht meist aus.
Sie bevorzugt kalkhaltige oder basische Böden (Reaktionswert 7).
Pflanze den Baum im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst vor dem ersten Frost.
Plane für die Krone ausreichend Platz ein, da der Baum genau 6,0 m hoch wird.
Ein Rückschnitt erfolgt am besten an frostfreien Tagen im Spätwinter, um die Vitalität zu fördern.
Gute Partnerin: Die Gemeine Hasel (Corylus avellana) – sie teilt ähnliche Standortansprüche und ergänzt das Nahrungsangebot für Bestäuber im zeitigen Frühjahr.
Die Zwetschge gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und wird innerhalb der Gattung Prunus geführt. Obwohl sie als Neophyt (eine Pflanzenart, die erst nach 1492 eingeführt wurde) gilt, ist sie in Deutschland und der Schweiz fest etabliert. In der Natur findet man sie oft an Waldrändern oder auf Streuobstwiesen auf mäßig warmen Standorten. Typisch ist ihre Steinfrucht, die sich im Gegensatz zur Pflaume meist gut vom Kern lösen lässt, sowie die rutenförmigen Zweige ohne ausgeprägte Dornen.
69 Arten interagieren mit dieser Pflanze
11 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
51 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →