Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthriscus sylvestris agg.
Artengruppe
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Arten
interagieren
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dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch für den Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris agg.) sind seine filigranen, farnartigen Blätter und die strahlend weißen Doppeldolden (Blütenstand, bei dem sich Stiele wie Schirmstreifen verzweigen), die schon im Frühjahr die Wiesen säumen. Er ist ein unverzichtbarer Frühstarter in deinem Naturgarten, da er wertvolle Nahrung bietet, wenn viele andere Pflanzen noch ruhen. Besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) profitieren von seinem leicht zugänglichen Pollenangebot. Wenn du ihm eine Ecke gönnst, in der er sich ausbreiten darf, schaffst du ein echtes Buffet für die heimische Artenvielfalt. Achte nur darauf, ihn an der richtigen Stelle zu platzieren, damit er seine volle Pracht entfalten kann.
Frühstart für Wildbienen: Der Wiesen-Kerbel öffnet sein Buffet schon im April.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Wiesen-Kerbel ein Magnet für spezialisierte Insekten. Besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) nutzen seine flachen Blüten als Energiequelle. Auch Käfer wie der Kleine Eichenbock (Cerambyx scopolii) oder die Blattwespe Tenthredo mesomela sind regelmäßig an den Dolden zu finden. Da seine Samen mit etwa 4,12 mg sehr leicht sind, werden sie effektiv durch den Wind verbreitet und besiedeln so neue ökologische Nischen. Für deinen Garten bedeutet das eine lebendige Vielfalt schon früh im Jahr.
Der Wiesen-Kerbel ist als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher mit Vorsicht gepflanzt werden. Es besteht zudem eine hohe Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten wie dem Gefleckten Schierling. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.836 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 7: Wähle einen sonnigen Platz, damit die Pflanze kräftige Blütenstände bildet.
Bodenfeuchte 6: Der Boden sollte frisch sein, also mäßig feucht, ohne jedoch im Wasser zu stehen.
Nährstoffe 7: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Bedarf an Mineralstoffen) liebt er nährstoffreiche Erde.
Bodenreaktion 8: Er bevorzugt kalkhaltige oder basische Böden; gib bei Bedarf etwas Kalk hinzu.
Wuchshöhe beachten: Er erreicht genau 0.84 m, was du bei der Planung im Hintergrund berücksichtigen solltest.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen von März bis Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Eine Pflanzung ist auch von September bis November möglich, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da er sich über leichte Samen (Windausbreitung) stark vermehrt, schneide ihn nach der Blüte zurück, falls du die Ausbreitung begrenzen willst.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) passt hervorragend, da sie ähnliche Standorte liebt und einen schönen Kontrast bietet.
Der Wiesen-Kerbel gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland als heimische Art weit verbreitet. In der Natur findest du ihn oft an Waldrändern oder auf nährstoffreichen Wiesen. Auffällig ist sein hohler, gefurchter Stängel, der ihn trotz seiner zarten Erscheinung stabil macht. Er gilt als Archäophyt, was bedeutet, dass er schon vor langer Zeit zu uns gelangt ist und sich fest in unsere Ökosysteme integriert hat. Mit einer Wuchshöhe von 0.84 m fügt er sich harmonisch in die mittlere Etage eines Beetes ein.
3 Videos zu Wiesen-Kerbel (Artengruppe)



92 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
57 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →