
Sambucus ebulus
Auch bekannt als: Attich, yèble, Schindholder, Wilder Holunder, Holderkraut, Laddich
86
Arten
interagieren
100
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist der Zwerg-Holunder (Sambucus ebulus) durch seinen krautigen Wuchs und die aufrechten, weiß-rosa Trugdolden (verzweigte, oben flache Blütenstände). Im Gegensatz zum schwarzen Holunder verholzt er kaum und bleibt mit unter einem Meter deutlich kompakter. Für deinen Naturgarten ist er ein echter Gewinn, da er spezialisierten Insekten wie dem Wald-Mohrenfalter (Erebia aethiops) wertvollen Nektar bietet. Auch Vögel schätzen die dunklen Beeren im Spätsommer sehr. Wenn du einen nährstoffreichen Platz im Garten hast, kannst du mit dieser heimischen Art einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten.
Kompakter Insektenmagnet: Holunder-Power auf genau 0.97 Meter Höhe.
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Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Datengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Zwerg-Holunder eine wichtige Tankstelle für Schmetterlinge wie den Wald-Mohrenfalter (Erebia aethiops) und den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas). Auch Käfer wie der Kleine Eichenbock (Cerambyx scopolii) besuchen die Blüten regelmäßig. Die dunklen Früchte enthalten etwa 11.8317 mg schwere Samen, die vor allem durch Vögel wie die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und den Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) verbreitet werden. So fördert die Pflanze nicht nur die Insektenwelt, sondern sichert auch das Nahrungsangebot für heimische Singvögel im Spätsommer.
Der Zwerg-Holunder ist nicht kindersicher, da alle Pflanzenteile und besonders die Beeren als giftig eingestuft werden. Er sollte daher nicht in Gärten gepflanzt werden, in denen kleine Kinder oder Haustiere unbeaufsichtigt spielen. Im Falle eines Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.971 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 7).
Boden: Der Boden sollte nährstoffreich und fett sein (Starkzehrer), arbeite im Frühjahr reichlich Kompost ein.
Bodenreaktion: Er bevorzugt kalkhaltige, basische Erde (Reaktion 8).
Feuchtigkeit: Halte den Boden gleichmäßig frisch (mäßig feucht), Staunässe jedoch vermeiden.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die Endhöhe von 0.97 m.
Ausbreitung: Die Pflanze verbreitet sich über Wurzelrhizome; gib ihr daher etwas Platz zu schwächeren Nachbarn.
Rückschnitt: Da er oberirdisch krautig ist, kannst du die vertrockneten Stängel im Spätwinter bodennah einkürzen.
Gute Partnerin: Die Wild-Pastinak (Pastinaca sativa) – sie teilt die Vorliebe für nährstoffreiche, kalkhaltige Böden und ergänzt das herbstliche Bild.
Der Zwerg-Holunder gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse (Viburnaceae) in der Ordnung der Kardenartigen. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und gilt als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde). Sein natürlicher Lebensraum sind Lichtungen und Wegränder auf basenreichen Böden. Mit einer Blattfläche von 18421.18 mm² und seinem krautigen Wuchs unterscheidet er sich deutlich von den strauchartigen Verwandten. Er erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.97 m.
3 Videos zu Zwerg-Holunder



34 Arten interagieren mit dieser Pflanze
51 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_625631826
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