Bild folgtKI-generierte IllustrationAcer campestre
Auch bekannt als: Maßholder, Massholder
102
Arten
interagieren
136
Interaktionen
dokumentiert
24
Wirtsbeziehungen
Arten
An seinen charakteristischen, vergleichsweise kleinen Blättern mit den drei bis fünf abgerundeten Lappen lässt sich der Feld-Ahorn (Acer campestre) sofort erkennen. Er ist unser kleinster heimischer Ahorn und ein wahrer Überlebenskünstler für den Naturgarten, da er Hitze und Trockenheit deutlich besser verträgt als seine großen Verwandten. Ökologisch ist er wertvoll, da er spezialisierten Insekten wie der Rotbeinigen Furchenbiene (Halictus rubicundus) eine wichtige Lebensgrundlage bietet. Auch Schmetterlingsraupen wie die des Ahorn-Zahnspinners (Ptilodon cucullina) finden hier Nahrung. Wenn du eine robuste, schnittverträgliche Hecke oder einen kleinkronigen Hausbaum suchst, triffst du mit ihm eine hervorragende Wahl für die Artenvielfalt.
Robuster Klimakünstler und Kinderstube für den seltenen Ahorn-Zahnspinner.
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Im Mai bietet die Blüte eine wichtige Nahrungsquelle für Bestäuber wie die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und Panzers Wespenbiene (Nomada panzeri). Für die Raupenwelt ist er unverzichtbar: Der Gelbgestreifte Erlen-Spanner (Campaea margaritata), Eupithecia exiguata und der Buchen-Frostspanner (Operophtera fagata) nutzen ihn als Futterpflanze. Auch der Schwarzfleckige Trapezrüßler (Tatianaerhynchites aequatus) ist an ihm zu finden. Die geflügelten Samen werden im Winter gerne von Nagetieren wie der Rötelmaus (Myodes glareolus) gefressen. Damit fördert dieser Baum eine ganze Nahrungskette in deinem Garten.
In gärtnerischen Fachdatenbanken wird der Feld-Ahorn als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn er keine auffälligen Giftfrüchte trägt, sollten Kinder darauf hingewiesen werden, Pflanzenteile nicht in den Mund zu nehmen. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Waldbaumarten.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
12.22 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten. Der Feld-Ahorn ist recht anpassungsfähig, bevorzugt aber lichte Standorte.
Boden: Er gedeiht am besten in frischem (mäßig feuchtem) Boden. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt er mit normaler Gartenerde ohne zusätzliche Düngung gut zurecht.
Pflanzzeit: Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November setzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Die Pflanze lebt in Arbuskulärer Mykorrhiza (AM), einer Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen, die die Nährstoffaufnahme verbessert; vermeide daher chemische Bodenentseucher.
Schnitt: Er ist extrem schnittverträglich und eignet sich perfekt für Hecken. Führe Rückschnitte am besten im Spätwinter vor dem Austrieb durch.
Kombination: Eine gute Partnerin ist der Eingrifflige Weißdorn (Crataegus monogyna). Beide teilen ähnliche Standortansprüche und bilden zusammen eine blickdichte, ökologisch wertvolle Schutzhecke für Vögel.
Der Feld-Ahorn (Acer campestre) gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae) innerhalb der Ordnung der Seifenbaumartigen. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und gilt nach der Roten Liste als nicht gefährdet. Typischerweise besiedelt er lichte Wälder und Waldränder, wobei er oft als mehrstämmiger Strauch oder kleiner Baum wächst. Ein besonderes Merkmal ist seine Rinde, die an jungen Zweigen oft auffällige Korkleisten (korkartige Längsstreifen auf der Rinde) ausbildet.
43 Arten interagieren mit dieser Pflanze
24 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
35 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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